Guten tag,
ab heute wird es eine neue Kategorie in meinem Blog geben, Paula privat. Aber Ihr müsst keine Angst haben. Ich werde nicht über mein Mittagessen, meine Schlafgewohnheiten, Fitness oder Kleidung und Kosmetika schreiben. Das überlasse ich gern den Influencer*innen. 😉
Aber Dinge, die mich wirklich umtreiben und besondere Erlebnisse, die werde ich Euch nicht vorenthalten. Und um eine solche Sache geht es heute. Dieser Beitrag handelt von meinem Weg zur passenden KI-Brille für mich.
Im Herbst 2023 probierte ich eine Woche lang ein Modell der Envision Glasses. Ich dachte, dass es nach einer Woche nicht besser gehen könnte, obwohl ich schon merkete, dass ich oft meine Anweisungen wiederholen musste, vieles nicht von der Brille erkannt wurde. Aber das schob ich auf meine Unfähigkeit im Umgang mit Kameras und auf die bei mir nicht vorhandene Auge-Hand-koordination. Fortschritte habe ich in dieser Zeit tatsächlich gemacht.
Ich bekam im November die Envision Glasses. Bis Mitte Januar 2026 habe ich geübt, die Updates gemacht und musste feststellen, dass es beim Lesen von Texten, finden von Gegenständen, Produkt- und Objektbeschreibungen keine wesentlichen Fortschritte gab.
Aber bis ich einen Vergleich von Envision Glasses und einer Meta-Brille hörte, dachte ich immer noch, dass es an mir liegen müsste, dass es einfach nicht weiter ging. Vielleicht war ja sogar mein Kopf dafür verantwortlich. Denn die Envision hat am rechten Bügel ein sehr großes Bedienelement. Auf der linken Seite ist nur ein dünner Draht. Die Brille wackelt auf meinem „Köpfchen“ munter hin und her. Da soll eine Kamera anständige Bilder machen?
Und dass sich nach den Updates die Lese- und Erkennungsergebnisse nicht merklich besserten, nahm ich auch auf mich.
Da seit Juli 2025 diejenigen Brillen, die mit der App Meta Ai funktionieren, auch die deutsche Sprache verfügbar haben, sind die Brillen von Rayban und anderen Firmen, die Meta AI nutzen, häufig Thema bei blinden und sehbehinderten Personen.
Da habe ich mir gedacht: „Das versuche ich auch mal.“ Allerdings hatte ich zur ersten Probe eine „handelsübliche“ Brille, die mit eigener App arbeitete. Und bei der App zeigte sich, dass die Buttons nicht so beschriftet waren, dass Menschen mit Seheinschränkungen sie nutzen können.
Schon länger hatte ich vor, mir in der Öffentlichkeit eine Sonnenbrille aufzusetzen, da meine Augen doch sehr entstellt aussehen. So war ich froh, dass ich recht einfach ein Sonnenbrille gefunden habe, die eine KI-Brille ist, die Meta AI als App verwendet.
Diese brille kam am 29.01.2026 bei mir an. Da ich auch eine WhatsAppgruppe gefunden habe, in der sich mehr als 230 Leute über den Gebrauch der Meta-Brillen austauschen, gelang es mir schnell die Brille einzurichten und die notwendigen Updates zu machen.
Wir sind noch in der Gewöhnungsphase, meine RB Skyler 01VH und ich. Aber ich kann nach nicht einmal einer Woche mehr mit ihr anfangen als nach der Woche mit der Envision.
Unter dem folgenden Link könnt ihr den Vergleichstest hören.
Ich frage mich, warum sich die die Ergebnisse der Envision nicht oder nicht merklich bessern, obwohl es inzwischen mehrere Updates gegeben hat. Übrigens, die Kamera ist vor dem rechten Bügel angebracht, während die Kamera der Meta-Brillen im Rahmen beim linken Auge eingefügt ist. Sie leuchtet, wenn eine. Aufnahme gemac ht wird, so dass jeder sehen kann, dass eine Aufnahme läuft.
envision Glasses sind im Hilfsmittelkatalog der Krankenkassen eingetragen. Ihr Preis beträgt um die 5000 Euro. Die Meta-brillen sind ab etwa 350 Euro bei Optikern und online erhältlich. Gerade für neuerblindete Personen im Erwachsenenalter sind die neuen Brillen wahrscheinlich ein sehr gutes Hilfsmittel, obwohl sie diesen Status nicht haben. Denn dieser wachsende Personenkreis hat Auge-Hand-Koordination von kleinauf gelernt und kennt oft auch den Umgang mit Kameras sehr gut.
Ich freue mich darauf, meine brille immer besser kennenzulernen.
Liebe Grüße
Christiane (Paula Grimm)